Gabelsbergerstraße
Das Haus war eine Herausforderung: in den Industriebau aus dem Jahr 1927, der einige Kriegsschäden davongetragen hat, war über die Jahre der Charme einer vernachlässigten Maschine eingezogen – dunkle Gänge, kurzfristig zweckmäßige Räume, eingebettet in alte Strukturen. Unser Ziel war, den historischen Klinkerbau mit dem entsprechenden Respekt in die Gegenwart zu führen.
Neues im alten Telegrafenamt
Die methodische Verwandlung des Denkmals lässt den Altbau mit dem neuesten Stand der Technik auf harmonische Art verschmelzen. Die sorgsame Beibehaltung der Geschichte des Hauses begann mit der Planung. Um die Geschichte vom „Fernsprech-Unteramt Stephan“ zu schützen wurde bei der Neuauflage auf ursprüngliche Elemente, wie Fliesen und deren Verlegeart, Holzböden, und Farbpaletten Bezug genommen. So hört man noch fast die Geräusche des Postgebäudes durch die Treppenhäuser des kulturellen Erbes ziehen. Die Gabelsberger Str. ist zu einem lebendigen Bauwerk geworden in dem gemütlich gelebt und stilvoll gearbeitet wird.
Der Bau
Im Vorfeld der Trockenbauarbeiten waren zunächst umfangreiche Abbrucharbeiten erforderlich: Alte Strukturen mussten weichen, Wände und Decken wurden abgerissen und minderwertige Bauteile entfernt. Dank der freitragenden Konstruktion des Postgebäudes war es möglich, die Grundrisse der Wohnungen flexibel zu gestalten. Die Bodenflächen prägt eine zurückhaltende, aber hochwertige Eleganz.
Der Hof: Ruhe trifft Nutzerfreundlichkeit
Auf der Rückseite des Gabäudes enstanden großzügige Balkone, die Raum zur Entspannung in der lebendigen List bieten. Praktisch: Ebenfalls im Hinterhof steht jeder Wohneinheit eine Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.